Attenhausen
450 Einwohner. Genannt 1142, gehörte zu den Stiftungsgütern der
Abtei Arnstein; der Ort kam 1775 an das Amt Nassau.
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Dessighofen
198 Einwohner. 1145 als Dissicoben erwähnt; dort hatte die Abtei
Schönau Besitz. Der Ort kam gleichfalls 1775 an das Amt Nassau.
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Dienethal
315 Einwohner. Der Ort findet um 1340 als Diedendail, 1389 als
Dydendal, 1417 als Dayedendal, 1445 als Diedindeil und 1636 Diedendal
Erwähnung. Dienethal gehörte um 1430 grundherrlich zu der Sponheimer
Grundherrschaft Nievern. 1340 hatte der Ort eine eigene Kapelle, die
1679 zur heutigen Kirche erweitert wurde. Das Dorf gehörte schon 1344
zum Burgfrieden und dem Gericht Nassau.
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Dornholzhausen
251 Einwohner. Der Ort wird erstmals 1260 unter dem Namen
Durrenholzhusen erwähnt. Die im Barock stark veränderte evangelische
Pfarrkirche birgt spätromanische Bauteile. Das Patronatsrecht ging
1586 aus dem Erbe derer von Schönbeck an die vom Stein zu Nassau
über.
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Geisig
349 Einwohner. Der um 1260 als "Geisesche" erwähnte Ort verfügt
bereits 1480 über eine Kapelle. Am Fußwege von Geisig nach
Dornholzhausen sind Reste des Limes zu erkennen.
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Hömberg
(Staatl. anerkannte Fremdenverkehrsgemeinde). 331 Einwohner. 1344
findet der Ort "Hohinberg" im Nassauer Burgfrieden Erwähnung, gehört
zum Gericht und Kirchspiel Nassau. Seit dem 14. Jahrhundert hatten
dort die vom Stein ihre Habe. Nach 1600 gab es Grubenabbau auf Zink,
Kupfer- und Bleierze, bis um 1870; Schieferbau erfolgte im 17. und
18. Jahrhundert. Beim Rückzug des französischen Revolutionsheeres
(1795) wurde der Ort völlig niedergebrannt.
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Lollschied
216 Einwohner. Der Ort wurde 1260 zuerst als Lollenscheit erwähnt.
1270 haben die dort begüterten Grafen von Katzenelnbogen einen großen
Hof, den späten "Lollenschieder Dinghof", den Grafen von Hochstaden
verlehnt. Heute ist er als Galerie ausgebaut. Moderne Malerei
korrespondiert mit rustikalem Ambiente. Lollschied pfarrte nach
Niedertiefenbach.
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Misselberg
100 Einwohner. 1361 als Mistelberg beurkundet, bestand noch
1604
aus einem Hof mit 3 Häusern und gehörte bis 1821 zu Dienethal.
Danach bildete Misselberg eine eigene Gemeinde. Der Ort zählt seit
dem späten Mittelalter zum Dreiherrischen Amte Nassau.
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Obernhof
473 Einwohner. Der Ortsname erwuchs aus einem, schon vor dem
Kloster Arnstein vorhandenen "Oberen Hof", dem ein weiter
flussabwärts gelegener Unterhof, dem "Niedetrstall", entsprach. 1266
wurde Obernhof erstmals urkundlich erwähnt. Zu dem schon um 1300
betriebenen Weinbau traten gewerbliche Betriebe; 1589 Geißöfen und
der schon 1618 umgehende Bergbau auf Blei- und Silbererze. Alle sind
inzwischen eingegangen. An der Gelbachmündung liegt die schon 1243
erwähnte Wasserburg Langenau. Von 1696 bis 1847 diente sie den Herren
von Marioth, den Bahnbrechern der Hüttenbetriebe an der Unterlahn,
als Wohnsitz. Diese errichteten 1698 den Hauptturm und bauten die
Burg schloss-artig um.
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Oberwies
179 Einwohner. Der schon 1601 als "Eberwies" erwähnte Ort, 1734
Obernwiesz genannt, war noch 1604 ein Hof, der erst spät von Nassau
aus angelegt wurde und zum Kirchspiel Nassau gehörte, bis er 1636
nach Schweighausen umgepfarrt wurde. Oberwies war immer Bestandteil
des Amtes Nassau. In der Oberwieser Gemarkung liegt der Hof
Gieshübel, 1398 Giswibel genannt, der damals und danach den Herren
vom Stein gehörte. In die Gemarkungen wurde 1937 der 1665 im
Oberlahnsteiner Wald angelegte Hof Dörstheck aufgenommen.
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Pohl
340 Einwohner. Erstmals 1247 erwähnt, hieß der Ort "Payle". Der
Name kennzeichnet die Lage am römischen Pfahlgraben, dem Limes, der
durch den Ort führte. Die einst zur Kirche Niedertiefenbach gehörige
Pohler Kapelle kam 1247 ans Kloster Arnstein. Das Gericht zu Pohl
umfasste auch Lollschied, Roth, Wolffrade (1334). 1874 erbaute man
die katholische Kirche.
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Schweighausen
233 Einwohner. Im Jahre 1284 wird der Ort als "Swechusen" genannt.
Schon 1255 wurde der Ort als Zubehör von Burg und Hof Nassau erwähnt.
Seit 1409 trugen die vom Stein das Dorf von den Nassauer Grafen zu
Lehn, einschließlich des Patronatsrecht der Kirche. Die Freiherrn vom
Stein blieben bis 1804 Landesherren des Dorfes, das seit 1613 mit
Frücht zusammen ihr reichsunmittelbares Territorium bildet, bis es
1803 dem Amte Nassau angegliedert wurde. Die evangelische Kirche mit
spätromanischem Westturm fand 1330 Erwähnung.
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Seelbach
490 Einwohner. Vor dem Jahre 1142 schenkte Erzbischof Albero von
Trier der Abtei Arnstein einen Hof zu Seelbach über dem Dörsbachtal.
In der Seelbacher Gemarkung liegt Kloster Arnstein. 1159 gründete
Graf Ludwig III von Arnstein auf einem Felssporn über der Lahn die
Prämonstratenser-Abtei. Die herrliche Klosterkirche ist eine
vielbesuchte Wallfahrtskirche. Am Fuße des Klosterberges liegt die
Ruine der weit älteren Margaretenkirche, die bis 1813 Pfarrkirche
war.
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Singhofen
1940 Einwohner. Der Ort wurde 1139 zum erstenmal genannt als
Singhophin. 1250 war dort eine katzenelnbogische Grundherrschaft, die
1346 an Kloster Arnstein verpfändet wurde. Eine Bergzunge über dem
Mühlbachtal bei Singhofen trägt die "Alte Burg", eine keltische
Ringwallanlage der Späteisenzeit. Die heutige evangelische Kirche
wurde in den Jahren 1838/40 erbaut. In der Gemarkung liegt der um
1300 genannte Hof Bubenborn.
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Sulzbach
234 Einwohner. Sulzbach liegt in 250m Höhe in einem Wiesental.
Nach aufgefundenen Grundmauerresten muß der Ort bei seiner Entstehung
am Südhang des Tales angesiedelt gewesen sein. Die erste urkundliche
Erwähnung findet sich im Teilungsvertrag aus dem Jahre 1255 zwischen
Walram und Otto von Nassau. In diesem Vertrag wird die Niederlassung
als "Solzbach" bezeichnet. Es ist zu vermuten, daß die Gemeinde nach
dem Bach genannt wurde, der das Tal längsseits genau in der Mitte
durchläuft.
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Weinähr
510 Einwohner. 1267 findet der Ort erstmals als "Arne" Erwähnung,
was wohl auf den alten Namen des Gelbaches, der 959 Anare hieß,
zurückzuführen ist. Im 15. Jahrhundert kommt Weinähr zeitweise als
"Siegelanre" vor. Erst seit 1591 fürt der Ort den Namen "Weinähr". In
der Gemarkung liegt der im 13. Jahrhundert bereits bezeugte Hof
Eschenau. Im mittelalterlichen Rathaus, einem Fachwerkbau, tagte das
Gericht des Kirchspiels Winden-Weinähr und das Märkerding über die
umliegenden Wälder. Der Ort gehörte zur Arnsteinischen
Landesherrschaft und kam mit Winden 1803 an das Amt Nassau. Seit 1267
besteht der Weinbau. Das seit 1662 betriebene Eisenhammerwerk ist
verschwunden, wie auch der zeitweise bedeutende Erzbergbau.
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Winden
778 Einwohner. Die Abtei Arnstein erhielt 1250 Winden mit
Grundherrschaft, Gericht und Pfarrkirche zum Geschenk. Die
katholische Kirche wurde 1788/89, die kleine Michaelskapelle 1768
erbaut, letztere auf einer alten Gerichtsstätte. Das Windener Gericht
wurde 1432 genannt. Vom 16. Jahrhundert bis zum 19. Jahrhundert wurde
Erzbergbau betrieben.
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Zimmerschied
107 Einwohner. 1398 wird der Ort erstmals in einer Urkunde
erwähnt. (Quellennachweis: Monographie einer Landschaft - 100 Jahre
Landkreis Unterlahn und Aufsätze in den "Nassauischen Annalen",
Wiesbaden. Dr. Hugo Rosenberg =, Stadtarchiv).
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