Obergermanisch-Rätischer Limes

Mit 550 km länge, 900 Wachposten sowie 120 größeren und kleineren Kastellplätze bildet der äußere obergermanisch-rätische Limes eines der eindrucksvollsten archäologischen Denkmäler Mitteleuropas. Im Sommer 2005 wurde dieses größte Bodendenkmal Mitteleuropas in die Liste des Weltkulturerbes des UNSECO eingetragen. Damit genießt die antike Grenze zwischen dem römischen Imperium und den Germanen als Teil der Reichsgrenzen des römischen Weltreichs in Europa, im vorderen Orient und in Nordafrika den internationalen Schutz. Der Verlauf des Limes stellt die jüngste Grenzlinie in Germanien dar. Zum Weltkulturerbe Limes gehören zahlreiche, unterschiedlich große Kastelle, Zivilsiedlung mit teilweise ausgedehnten Dadanlagen und Wohnbauten, aber auch Limestürme und die Grenzbefestigung selbst.

www.limesstrasse.de

Die LIMES-App, der kostenfreie Reiseführer für die Limes-Region in Rheinland-Pfalz, bietet interessierten Besuchern alle wichtigen Informationen rund um den Limes: geschichtliche Hintergründe, Infos zu Führungen, Veranstaltungen, Museen, Gastronomie, Übernachtungsmöglichkeiten, aktiven und  kreativen Kurzurlaubsangeboten und vieles mehr.

Um zur App Zu gelangen scannen Sie einfach den QR-Code ein oder folgen sie diesem Link: www.limes-mobile.eu

Wir wünschen viel Freude beim Entdecken! 

 

Wandern am Limes Spuren suchen – Pfade finden

Rund um den Limes werden in den kommenden Jahren immer neue Rundwanderwege entstehen. Schon jetzt können Sie den Wanderweg an einem der besterhaltenen Limesabschnitte im Rhein-Lahn-Kreis Geisig – Dornholzhausen mit einem Abstecher ins romantische Mühlbachtal erwandern.

mehr Information zum Limesrundwanderweg

 

Limeskastell Pohl

Das Limeskastell Pohl ist eine nach heutigem Forschungsstand authentische Rekonstruktion eines Kleinkastells mit Wachturm. Diese in Deutschland einzigartige Anlage ist als Freilichtmuseum konzipiert und liegt – eingebettet in eine landschaftlich reizvolle Umgebung – direkt an der Deutschen Limesstraße (B 260, Bäderstraße) zwischen Wiesbaden und Bad Ems am südöstlichen Beginn des rheinland-pfälzischen Limesabschnittes. Nach der Fertigstellung im Spätsommer 2011 bietet sich das Limeskastell Pohl als Ausstellungs-, Veranstaltungs- und Informationsort sowie als zentraler Ausgangspunkt für viele Aktivitäten in der Region an.

www.limeskastell-pohl.de

 

Limes im Rhein-Lahn-Kreis

6 Prozent des gesamten Limes, ca. 33 km = 44 Prozent des Limes in Rheinland-Pfalz (von 75km). Die am besten erhaltenen Limesabschnitte fnden sich naturgemäß in den alten Waldgebieten. Hier sind Wall und Graben, die Schutthügel der Wachtürme und einige Umwehungen der Kastelle noch gut erkennbar erhalten. Durch Limeswanderwege sind sie leicht zugänglich. Entlang der Wanderwege trifft man dabei nicht nur auf die Hinterlassenschaften der römischen Grenzbefestigung, sondern auch auf zahlreiche kulturhistorische Zeugnisse anderer Epochen wie z.B. eisenzeitliche Grabhügelfelder, mittelalterliche und frühneuzeitliche Landwehre und Wildbanngrenzen, Hohlwege, Kohlenmeilerplätze und alte Steinbrüche.

 

Sehenswürdigkeiten und Visualisierung des Limes

Rekonstruierter Limesturm auf dem „Großen Kopf“ bei Arzbach. Auf dem Wintersberg in Bad Ems steht beim Wachposten 2/1 die älteste Rekonstruktion eines Limesturms. Palisaden und Ausgrabungen sowie Fundamentreste befnden sich im Pfahlgraben. Limesrundwanderweg am Wolfsbusch in Becheln mit Beschilderung und Informationstafel. Im Wald sind entlang des zur Straße nach Schweighausen führenden Waldweges die Spuren des Limes meist noch sichtbar erhalten. Die Strecke im Wald bei Dornholzhausen gehört zu den am besten erhaltenen Limesabschnitten überhaupt.

Vom Waldeingang südöstlich von Hof Dörstheck bis zum Waldrand an der Kreisstraße K12 von Dornholzhausen nach Geisig passiert der Limes die heutigen Gemarkungen von Oberwies, Dessighofen, Dornholzhausen und Geisig. Er führt durch ein ausgedehntes vorgeschichtliches Grabhügelfeld. Sichtbar sind auch die Schutthügel einiger Wachposten. Das Kastell Marienfels liegt etwa 1,3 km vom Limes entfernt am Mühlbach. Noch im 2. Jahrhundert n. Chr. wurde das Kastell in Marienfels aufgegeben und durch das näher am Limes gelegene Kastell Hunzel ersetzt. Jenseits des Mühlbachtals, auf der Strecke von Berg nach Hunzel, zieht der Limes durch die Felder und Wiesen. In den bewaldeten Abschnitten zwischen Hunzel und Pohl sind Limeswall und Limesgraben noch sehr gut erhalten. Auch der Wachtposten 2/21 ist im Gelände auszumachen. Der Limes, auch Pfahlgraben genannt, gab der Gemeinde Pohl den vom Wort „Pfahl“ hergeleiteten Namen. An der Stelle, an der der Limes einen großen Bogen nördlich um den Ort herum macht, lag ein Kleinkastell mit einer Fläche von rund 30 m x 40 m, das mit Spitzgräben, Erdwällen und Palisaden befestigt war.

www.rhein-lahn-info.de/limes